Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Renewable Energy Project in Cameroon für August, 2008.
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- 29.10.2009: The Fon´s waterturbine and a big suprise for the Germans (by Edwin)
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- 19.7.2009: Besser war's da in Neuendettelsau am 19. Juli...
- 10.7.2009: Bilder von Global Wind Day in Buea und vom Windturbinenworkshop
- 10.7.2009: WIND TURBINE TRAINING WORKSHOP – 30th MAY TO 14th JUNE 2009
- 2.7.2009: Eine weitere Etappe ist geschafft: 30 Teilnehmer in Buea lernen Windturbinenbau
- 1.6.2009: Bücherflohmarkt zugunsten von Green Step in Wolfratshausen
- 28.5.2009: Endlich: Die Windturbine in M’muock läuft! Und die Palastfrauen bekommen Strom aus der Steckdose!
Infos zum Projekt
Archive für August 2008
GREEN STEP e.V. auf der Jugend Umweltkonferenz in Eschwege
27.8.2008 von Daniel.
Bericht von Referent Daniel Scholz:
Seit vergangenem Jahr bietet die Grüne Jugend Eschwege eine Jugendumweltkonferenz zu Erneuerbaren Energien an. In diesem Jahr waren drei Referenten beteiligt, die mit insgesamt mehr als 20 Jugendlichen Inhalte diskutiert und entwickelt haben. Vertreten war GREEN STEP e.V. durch Daniel Scholz.
Der Workshop zu erneuerbaren Energien mit dem Schwerpunkt Windenergie wurde von GREEN STEP in spontaner aber sehr fruchtbarer Zusammenarbeit (!) mit Herrn Wersich von der FH Kassel gestaltet. Ziel für GREEN STEP war es, neben dem Vereinskonzept auch den Hintergrund unserer Windenergieprojektarbeit als Entwicklungshilfe zu thematisieren. Herr Wersich weitete immer wieder den Blick auch auf andere Technologien, indem er aus seiner Erfahrung als Solarenergieexperte berichtete.
Einführender Natur war ein erster Übervortrag über aktuelle Entwicklungen im Windanlagenbau. Besonders auf die Trends zu immer größer skalierten Anlagen und schrumpfender Kostendegression (durch noch mögliche Skaleneffekte) wurden angesprochen. In der Folge befindet sich Windstrom nach wie vor auf einem relativ hohen Kostenniveau. Nur an sehr wenigen Standorten ist er ohne staatliche Förderung rentabel.
In einem zweiten Arbeitschritt wurde vor diesem Hintergrund ein Blick hinein in den weltweiten Windstrommarkt geworfen. Die Teilnehmer konnten sehr intuitiv Gründe erfassen, weshalb besonders Afrika bzw. die Subsahara bislang kaum nennenswerte Kapazitäten in der Nutzung von Windenergie aufbauen konnte. Dass dahinter nicht immer eine Frage von Kapital allein ist, zeigte der Verweis auf die bislang sehr begrenzte Nutzung von Förderungsmöglichkeiten über Kioto-Klimamechanismen.
Ausgehend von den Erkenntnissen über Anlagenbau und Markt konnten die Jugendlichen in einem dritten Modul selbst vertieft diskutieren, welche Hemmnisse für Windanlagen in einem afrikanischen Land bestehen und welche Anpassungen daher für die erfolgreiche Nutzung von Windenergie notwendig sind. Auf diese Weise war es den Teilnehmern sehr leicht, die Logik und das Ziel des Entwicklungskonzepts von GREEN STEP selbständig zu erfassen. In Afrika wie anderswo machen wir die Erfahrung: Es sind keine Reisbrettlösungen gefragt, sondern auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittene Ansätze.
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Arrival in Buea and our office in Great Soppo
21.8.2008 von Cornelia.
Greetings from Buea!
Dear friends and supporters,
We arrived August 11th here in Buea to start implementing the windmill project in M’muock. Our friend Patricia and her brother Emma picked us up from the airport and since then we have been trying to adjust to the Cameroonian way of life again. Unfortunately we are living on a construction site for now – but the house will be finished soon an then we can move into our new room. And if Johannes keeps on helping the workers on the weekends we will move in soon I am sure
We already met Vincent from Nkong Hilltop last Tuesday and arranged a meeting with him for August 15th where we discussedall the details for the project and the next steps. One of the results of that meeting was that Nkong Hilltop offered to share their office with us! So since yesterday we have an office together with our project assistant Edwin in Great Soppo. And guess what – we even got an Internetconnection in the office!!
Then Nkong Hilltop also got a car donated that we now might be able to use for our project visits – it’s 4×4! So it seems our car problem is solved too!
Our projectassistant Edwin will be working with us part time – he will be helping us with research and with knowledge on Cameroonian customs and traditions – as he comes from the project village and knows most of the customs and people there. He will be a big help for us and already tried to adjust us to cameroonian food – he invited us out for lunch – it was great food – but just tooooo much for us europeans J - it was stew with beans and rice – but the portion for one would have been more than enough for the two of us.
On Saturday we were invited to Dr. Kennedy – who is the junior brother of the Fon of the village M’muock. Dr. Kennedy was our contact person to the village all the time that we were back in Germany. He is part of MUDECA – the M’muock Development and Cultural Association. There perpose is to contribute to the development of the village. We will have a meeting with them next weekend to discuss the next steps in the project – especially the topics of financial contribution and sensitization as well as data collection in the village.
What are we doing these days?
For now we are informing everyone here about the next steps and trying to coordinate all partners. We are discussing the last bits that were unclear. And we are preparing for the data collection in the village – I myself am working on the questionaire. We want to collect some socio-economic data and some data on energy-usage before starting the project in order to measure our impact later on. And I am researching on environmental trainings that were helt in Cameroon before and of course I am working on informing our sponsors back home on what we have been doing so far J
Johannes our projectmanager is coordinating everything and for now he is collecting information in the needed material for the wind- and waterturbines and comparing prizes. He is desperately waiting for our box that we sent from germany by ship – as it contains the magnets!! When they are there he can start building the demonstration sets here in Cameroon!
Apart from work we are meeting a lot of old friends here in Buea and we are trying to learn Pidgin English – so that everyone in the village will understand us.
The rain
It is raining a lot these days - bit it stopped 2 days ago. Of course we did not believe that it would be cold in the rainy season - so guess what - I got a very bad cold… sneezing and caughing in the office now… well I guess I deserved it - and I am sure it will be gone soon!
Now back to work - take care guys!
Talk to you soon
Cornelia and Johannes
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Unser Büro und die ersten Schritte im Projekt
21.8.2008 von Cornelia.
Am Dienstag haben wir nun unser Projektbüro bezogen in der Campaign Street in Great Soppo Buea.
Zwar müssen wir uns vorerst einen Tisch teilen, und für das Internet brauchen wir noch ein Verteilerkabel, aber wir müssen nun immerhin nicht mehr von zu Hause aus arbeiten und haben so nun auch besseren Kontakt zu unserer Partnerorganisation und unserem Projektassistenten Edwin.
Edwin unser Projektassistent
Richtig gelesen – seit letzten Freitag haben wir für unser Projekt nun offiziell einen Projektassistenten von Nkong Hilltop. Er heißt Edwin und arbeitet seit einiger Zeit für Nkong Hilltop. Er hat auch schon im Vorfeld Recherchen für das Projekt betrieben – so hat er u.a. für uns das Energiegesetz von Kamerun besorgt und die Liste mit Kosten für Materialien und Werkzeug für unser Projektkonzept zusammengestellt. Zusätzlich kommt er aus unserer Projektgegend! Er wird nicht Vollzeit für uns arbeiten, sondern stundenweise – die restlichen Stunden arbeitet er dann wie gehabt für Nkong Hilltop.
Das ist eines der Ergebnisse unseres ersten Koordinationstreffens vom Freitag mit dem Manager von Nkong Hilltop Vincent und Edwin. Dort haben wir auch besprochen, dass wir ein kleines Büro bei Nkong Hilltop bekommen. Das seht ihr auf dem Foto, wir teilen es uns mit Edwin.
Edwin wiederum hat uns am MO gleich mal zum Mittagessen eingeladen – allerdings waren das schier unmögliche Portionen von Stew mit Rind, Bohnen und Reis für uns… Heute haben wir ihn dann zum Mittagessen eingeladen – zu Garri (getrocknete geriebene Casavawurzel mit Wasser, Salz und Palmöl wieder aufgekocht – sieht aus wie Kartoffelbrei in gelb, ist aber zähflüssiger) und Soup (die aus Okragemüse, Palmöl, Egussi (getrocknete Melonensamen) ein wenig Rind und Kiloweise Pepper besteht – meine Lippen brennen jetzt noch …) – aber daran gewöhnen wir uns schon noch! Genauso wie wir wohl auch Pidgin lernen müssen – denn im Dorf versteht uns sonst kaum einer. Jill – eine Deutsche, die in Buea Recherchen macht, für ihre Dr.A., hat es mit einem Buch gelernt, das wir nun von ihr bekommen.
Aber wie geht es nun weiter mit dem Projekt?
Zunächst heißt es jetzt einmal ein Treffen mit MUDECA – das ist die M’muock Development and Cultural Association zu organisieren, um mit Ihnen das weitere Vorgehen im Dorf zu besprechen. Dabei geht es um die Installation der Demonstrationsanlagen, weitere Sensibilisierungsmaßnahmen, die Organisation der Trainings und die Frage der finanziellen Beteiligung der Handwerker bzw. wie die Ratenzahlung am besten organisiert werden soll. Das Treffen soll nächste Woche stattfinden.
Ich selbst arbeite nun erstmal am Fragebogen, den wir für die Impactmessung benötigen – denn wir wollen ja hinter her wissen was das Projekt an Veränderung gebracht hat. D.h. ich bin nun dabei den Fragenkatalog zusammenzustellen für die Datenerhebung, die wir dann Anfang September im Dorf durchführen wollen. Zudem versuche ich heraus zu finden, ob es in Kamerun schon Umweltbildungsprogramme gab bzw. gibt und ob Trainingsmaterial vorhanden ist.
Johannes kümmert sich im Moment um die Buchhaltung und um die ganze Projektorganisation (Verteilung der Aufgaben) und wartet sehnsüchtig auf den Container aus Deutschland, damit er das Basteln beginnen kann. Er recherchiert zudem wo man die Materialien, die die Handwerker für die Wind- und Wasserräder brauchen günstig her bekommt.
Meet and greet
Ansonsten sind wir natürlich viel mit Leute kennen lernen beschäftigt – so hat uns Dr. Kennedy Fozao – der jüngere Bruder des Chiefs am Samstag zum Essen eingeladen und wir haben seine Familie kennen gelernt.
Irgendwie hatte ich da bisher wohl etwas durcheinander gebracht – ich dachte Kennedy wäre der Sohn des Chiefs – er ist aber der Bruder und ist auch in der MUDECA engagiert. Das Treffen war wirklich nett (und das Essen seeeehr lecker!) und so langsam lernen wir einiges über das Dorf, seine Traditionen und auch den Aufbau des Dorfes.
Dr. Kennedy hat uns eine wirklich tolle akademische Arbeit eines Dorfbewohners gegeben in der die Geschichte, Kultur und die Probleme des Dorfes zusammen gefasst sind. Das Buch ist wirklich ein Goldschatz für uns, zumal das Thema Nachhaltigkeit hier schon adressiert wird, aber v.a. auch die Chancen und Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung des Dorfes.
Ich werde versuchen ab und zu mal ein paar Auszüge aus dem Buch an euch weiter zu geben!
Lustiges vom Treffen: Wir werden natürlich von allen Seiten immer mal wieder gefragt, was denn so ein Windrad alles betreiben kann. Nkong Hilltop wollte PCs betreiben (was generell möglich ist, wir aber für nicht sehr sinnvoll halten, da ja dort keiner damit umgehen kann) und MUDECA wollte wissen, ob man auch Bügeleisen damit betreiben kann - ob das wohl fuer die Frauen im Dorf das Relevanteste ist?
Das Leben in Buea
Unser neues Zimmer bei Patricia ist leider noch nicht fertig, da die Wände noch zu nass sind zum Streichen. Aber wir bleiben weiterhin zuversichtlich, dass es bald was wird mit unserem eigenen Reich! Und wenn Johannes weiterhin mit Hand anlegt am Wochenende, dann wird das sicher was ;).
Wir leben also weiterhin auf einer Baustelle mit ca. 200 Kindern – nein das ist übertrieben aber es sind gefühlte 200 Kinder, die daheim rum hängen, weil sie noch Ferien haben (bis 8. September) und sich wahnsinnig langweilen. Schließlich haben sie schon seit Mitte Juni Ferien und in der Regenzeit gibt es nicht viel zu tun außer Fernsehen und im Haus rumhüpfen… Es ist aber inzwischen erträglicher weil wir ja den ganzen Tag außer Haus sind und nur abends im Baustellen- und Kinderlärm sind. Und eigentlich sind sie ja auch alle zuckersüß.
Der Regen
Hat zwar inzwischen schon wieder aufgehört, aber dafür habe ich mir eine gescheite Erkältung geholt – schon komisch oder – da denkt man man fliegt nach Afrika und alles ist sonnig und warm und nun sitze ich da mit einer Schniefnase und Halsschmerzen – wahrscheinlich unterschätzt man als Europäer dann die feuchte Kälte im Regen - aber der Schnupfen geht auch wieder vorbei…
So nun aber wieder genug erzählt – zurück an die Arbeit!
Wir hoffen euch geht es allen gut!
Eure
Cornelia und Johannes
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Ankunft in Buea!
13.8.2008 von Cornelia.
Nach einer langen Reise mit vielen Verspätungen durch ums Handgepäck feilschende Mamas (4 kleine Koffer im Handgepäck sind halt dann leider auch bei Royal Air Maroc 3 zuviel) sind wir am Montag morgen nun endlich in Buea angekommen.
Wir wohnen bei Patricia – denn hier gehören wir offiziell schon zur Familie, da ich dort ja beim letzten Aufenthalt 4 Monate gelebt hatte.
Sie hat inzwischen ein neues Haus gebaut – bzw. ein Stockwerk auf ein altes Haus aufgesetzt. Leider ist unsere neue Wohnung aber noch nicht fertig – so wohnen wir also auf einer Baustelle, was sehr amüsant ist, da wir jede Menge Handwerker im Haus haben und zugucken können, wie man in Kamerun ein Haus baut. Am Sonntag sollen wir dann schon in unser neues Zimmer einziehen können. Johannes hat auch schon zum amusement der restlichen Handwerker mit Hand angelegt und mit Marious den Berg vorm Haus abgetragen. Allerdings nur 2 Stunden lang – dann kam der Regen – und der ist wirklich heftig… gestern waren wir dann auch noch so dämlich zu glauben, das Regenjacken und Gummistiefel ausreichen um im heftigsten Regen auf dem Markt einkaufen zu gehen. Natürlich waren wir patsch nass als wir wieder heim kamen… Dafuer konnte ich dann aber heute mein erstes Essen in hier kochen und bin dankbar fuer die Gewuerze, die mir Katja mit gegeben hat :). Das neue Haus hat sogar einen Kuehlschrank - welch Luxus
Leider wusste nur bisher niemand, dass man da die Temperatur auch regulieren kann - daher war alles komplett gefroren ;)… Aber jetzt geht er!
Am Montag kam uns gleich Dr. Fozao besuchen – er ist unser Kontaktmann ins Dorf (Sohn des Chiefs) – wir haben uns mit ihm unterhalten und werden alle Projektbeteiligten (das Dorf hat ein „Team“ zur Koordination zusammengestellt) nächste Woche treffen.
Gestern waren wir auch schon bei Vincent und Edwin von Nkong Hilltop und haben mit ihnen ein Treffen für Freitag vereinbart, um dann gemeinsam alles weitere planen zu können.
Bisher klingt also alles schon ganz viel versprechend und wir werde uns in den nächsten Wochen voll in die konkrete Planung des Projekts stürzen um zum Ende der Regenzeit im September dann im Dorf voll „durchstarten“ zu können!
Bis wir uns ganz eingelebt haben wird es wohl noch ein wenig dauern, da wir ja noch kein wirklich eigenes Zimmer haben und bisher auch noch kein Büro – aber das wird sich in den nächsten Wochen klären – da bin ich mir sicher! Und solange werden wir jetzt das Projekt schon mal vorantreiben und alle wichtigen Treffen abhalten bevor es dann bald ins Dorf geht (in der Regenzeit ist es schwer erreichbar…)
Also – schickt uns ein wenig Sonne und meldet euch!
Alles Liebe – Eure Conny und Johannes
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