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Archive für 29.11.2008

GREEN STEP e.V. zu Besuch in der deutschen Botschaft in Jaunde


Ein komplett anderes Pflaster ist Jaunde – nicht nur die Sprache ist französisch, sondern auch das gesamte Leben ist anders in der Hauptstadt von Kamerun. Es gibt 4-spurige Straßen, Luxushotels, Pizzaservice, Steaks, Espressohäuser, richtige Supermärkte in denen man alles was das Herz begehrt kaufen kann und Restaurants in denen man mit Kreditkarte bezahlen kann. Klar – hier sitzt das Geld, egal ob von kamerunschen Ministerien, Weltbank, World Food Program oder Botschaften. In Jaunde kann man es sich gut gehen lassen. Das haben wir um ehrlich zu sein auch getan – denn in Buea gibt es einfach kein Steak und keine Pizza und nach fast 3 Monaten vermisst man doch so ein paar Luxusgüter von daheim.

Wir haben uns aber auch nicht komplett blenden lassen – denn in Jaunde sitzt auch die Armut – Bettler, Straßenkinder und niedergerissene Armutsbehausungen, die der Verschönerungskampagne und Prestigeprojekten der Regierung zum Opfer fielen.

 

Besucht haben wir unter anderem einen Bekannten von Dr. Kennedy, der an der Polytechnique in Yaounde Elektroingenieurswesen unterrichtet und der uns im Projekt mit dem Entwurf von Ladereglern hilft. Er hat sich dann auch gemeinsam mit uns auf die Jagd nach Metallsägeblättern begeben. n

Und wir waren bei Living Earth Cameroon – eine Organisation, die gemeinsam mit der EU Umweltbildungsmaterialien entworfen hat. Dort wurden wir sehr herzlich willkommen geheißen und haben einige Unterrichtsmaterialien für unsere Umweltclubs in M’muock mitbekommen. Damit können wir nun die Lehrer und Peer-Educators unterstützen.

 

Green Step bei Botschfterin in Jaunde

Highlight der Reise nach Jaunde war jedoch der Besuch bei Botschafterin Blumenberger-Sauerteig. Sie hat uns sehr herzlich in der Botschaft empfangen und uns zu unserem Sieg bei “start social” beglückwünscht. Sie ist erst seit Kurzem in Kamerun und war zuvor in Zimbabwe. Im Rahmen einer kurzen informellen Unterhaltung hat Sie uns ein wenig über die Tätigkeit der Botschaft in Kamerun erzählt. Die Botschaft fördert unter anderem Kunst und Kultur und die Erhaltung von alten deutschen Kolonialbauwerken wie beispielsweise der Kirche in Kribi.

 

Nach 2,5 Tagen Jaunde ging es dann auch gleich zurück nach Buea – in unser größeres Dorf – denn so kommt uns Buea nun nach der Reise in die Hauptstadt vor. Wir haben ja noch nicht mal ein Kino J.

 

Es war ein kurzer (aber teurer) Trip (Luxusgüter sind halt einfach teuer), denn die Arbeit rief. Am Montag geht es schließlich wieder ins Dorf und wir werden uns mit den Begünstigten der Demonstrationsanlagen treffen. Und am 4. Dezember steht die Landwirtschaftsshow in Menji an – wir sind gespannt!

 

Herzliche Grüße aus dem unweihnachtlichen aber sonnigen Buea


Conny und Johannes

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